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In einer Überblicksarbeit schildert die Autorin die Sozialgeschichte des Ammenwesens in den letzten 4000 Jahren in Europa und im Nahen Osten. Es zeigt sich, daß diese Entwicklung nicht linear, sondern in Wellenbewegungen verlief und – je nach historischen und kulturellen Veränderungen—auf Zeiten der Doppel- bzw. Mehrfachbemutterung Zeiten der Einzelbemutterung folgten. Im zweiten Teil erörtert die Autorin anhand psychoanalytischer Untersuchungen die Auswirkungen der Doppelbemutterung auf die Psychodynamik der Mutter-Kind-Beziehung, die Position der Ersatzmütter sowie die transgenerationellen Folgen der Doppelbemutterung.