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Ausgehend vom grundlegenden Gegensatz zwischen Einverleibung bzw. Inkorporation als Phantasie und Introjektion als Prozeß entwickeln die Autoren ihre Gedanken zu den intrapsychischen Vorgängen bei Verlust eines geliebten Objekts. Gilt ihnen Introjektion als Beispiel gelingender seelischer Verarbeitung eines traumatischen Erlebnisses, so ist Inkorporation der Versuch, eine echte Wunde imaginär zu heilen. Einverleibungsphantasien sind so zu verstehen als regressiver und reflexiver Ersatz der Introjektion. Voraussetzung der Inkorporation sind Demetamorphisierung und Objektivierung. Die Inkorporation manifestiert sich im Ich als Krypta, die getrennt vom Rest der Psyche ihr Dasein im Geheimen fristet. In der Krypta werden Affekte, Wünsche des Objekts und das Geheimnis, das das Subjekt vor dessen Verlust mit ihm teilte, aufbewahrt. Die verlorene und verbotene Lust verwandelt sich über die Errichtung der Krypta in ein intrapsychisches Geheimnis. Ihr Vorhandensein verweist über die nicht stattfindende Introjektion von Trauer auf die Verhinderung eines Trauerprozesses.