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In allen Feldern ihrer Theoriebildung ist die Psychoanalyse mit dem Problem der Emergenz, d. h. dem plötzlichen Auftauchen einer neuen Qualität konfrontiert. Dies wird bei Freud an dessen Beschäftigung mit Fragen der Verbindung von Somatischem und Psychischem, Biologie und Psychologie ebenso sichtbar wie an seinen vielfachen »Ursprungserzählungen« bzw. »theoretischen Fiktionen«: es geht stets darum, etwas von dem mitzuteilen, was sich nicht sagen läßt. Zentral ist dabei die Frage nach der Emergenz von Subjektivität und dem Zusammenhang mit »Nachträglichkeit« als deren wichtigster Zeitform. Der Autor zeichnet wegweisende Antworten vor allem französischer Autoren nach: Derrida, Lacan, Kristeva, Deleuze und Guattari, aber auch die von Prigogine und Stengers.