You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Erich Fromm gilt als Revisionist nicht nur der Freudschen Psychoanalyse, sondern auch der Kritischen Theorie der Gesellschaft der »Frankfurter Schule«. Denn anders als der Ansatz der negativen-dialektischen Sozialphilosophie Horkheimers, Adornos oder Marcuses orientiert sich Fromms idealtypisierende Sozialpsychologie an dichotomischen Entgegensetzungen. Unter Akzentsetzung der moralphilosophischen Problematik erörtert der Autor Fromms Zusammenarbeit mit den Kernmitgliedern des Instituts für Sozialforschung, die er in drei Phasen unterteilt: der integralen Zusammenarbeit , der zunehmenden Entfremdung sowie der schriftlichen Angriffe und Gegenangriffe (seit ), in deren Zentrum die Kulturismus-Revisionismus-Debatte mit Marcuse steht. Abschließend diskutiert Schmid Noerr die Weiterentwicklungen einer Ethik der Psychoanalyse bei Lorenzer und Honneth.