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Der in konventionell-mittelständischen Verhältnissen lebende Jerry Lundegaard, Verkaufsleiter einer gutgehenden Autohandlung in Minneapolis (Minnesota), die seinem reichen Schwiegervater gehört, ist in Geldnot. Er hat deshalb die Idee, seine Frau von zwei Gangstern entführen zu lassen, das Lösegeld von seinem Schwiegervater Wade zu erpressen und die Summe zwischen sich und den angeheuerten Entführern zu teilen. Seine Gegenspielerin ist die hochschwangere, kluge, unbeirrbare Chefin der Polizei von Brainerd County, Marge Gunderson. Sie ist mit dem Hobbymaler und -angler Norm verheiratet. Die beiden Ganoven, der »hippelige« Carl und der stoische Gaear, begehen einen Fehler nach dem anderen und machen die Polizei durch den Mord an einem Streifenbeamten und an zwei Zeugen dieses Mordes auf sich aufmerksam. Der Film spielt ausschließlich im winterlichen, tief verschneiten Minnesota.
Anders als in Blood Simple , ihrem ersten Spielfilm, in dem es ebenfalls um Morde aus Geldgier geht, dessen filmische Gestaltung sich jedoch in bloßer Brutalität erschöpft, bedienen sich die Autoren in der Inszenierung von Fargo ausgiebig des Stilmittels des schwarzen Humors.
Zum schwarzen Humor sei auf den psychoanalytischen Bericht von George Arndt (1959) verwiesen, der die unterschiedlichen spontanen Reaktionen einer Gruppe von Personen auf das Bekanntwerden mehrerer grausamer Morde in einer ländlichen Gegend des Staates Wisconsin beschreibt: Der Mörder, der seine Opfer getötet, ihre Innereien entfernt, sie gehäutet und dann auf dem Dachboden aufgehängt hatte, galt in der Kleinstadt Plainfield zwar als absonderlich, aber durchaus nicht als aggressiv. Die Bewohner reagierten auf die Enthüllung seiner grausamen Taten mit einer Mischung aus Scham und Indignation, viele mußten