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In letzten Jahren hat sich in verstärktem Maße auch in der Bundesrepublik die Bewertung wissenschaftlicher Leistungen auf Grundlage des »Impact-Faktors« etabliert. Man könnte meinen, daß dies die psychoanalytische Gemeinde nicht kümmern muß, da sie zumindest in diesem Bereich noch auf einer Insel der Seligen residiert: Ein Refugium, in dem die Macht des Wortes vor der Erbsenzählerei geschützt ist. Das dies ein, zumindest für die universitär verankerten Fachvertreter, gefährlicher Irrtum wäre, soll im folgenden gezeigt werden.1
Der Impact-Faktor findet als Maß Verwendung, um den Eindruck abzubilden, den eine Zeitschrift in der Wissenschaft hinterläßt. Ihm liegt die Überlegung zugrunde, daß Wissenschaftler indirekt die Qualität einer Zeitschrift beurteilen, indem sie sie zitieren: Werden Artikel einer Zeitschrift häufig zitiert, so muß die Reputation dieser Zeitschrift hoch sein. Auch wenn der Impact-Faktor einer Zeitschrift weitreichende Beachtung findet, so ist oftmals nicht klar, wie er zustande kommt. Aus diesem Grund soll eine kurze Erläuterung des Impact-Faktoren-Systems unternommen werden. Das Institut for Scientific Information (ISI) erstellt zwei EDV-gestützte Datenbanken zur Literaturrecherche: Den Science Citation Index (SCI) und den Social Science Citation Index (SSCI). Grundlage für diese Datenbanken sind jeweils etwa 3000 Zeitschriften, die Aufnahme als Quelljournal gefunden haben. Diese Quelljournale werden hinsichtlich der Aufsatztitel, der Autoren und aller zitierter Literatur ausgewertet. Letztere Information dient zur Erstellung des sogenannten Impact-Faktors: Soll etwa der Impact-Faktor der PSYCHE für das Jahr 1999 erstellt werden, wird zunächst die absolute Anzahl der Zitierungen von Aufsätzen aus den letzten beiden Jahren im Jahr 1999 ermittelt.
| Journal: Psyche - Z Psychoanal | Jahr | Anzahl |
|---|---|---|
| 1999 zitierte Artikel aus den Jah |