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In der Wüste, die das nationalsozialistische Vertreibungs- und Mordprogramm in der europäischen psychoanalytischen Bewegung hinterlassen hat, blüht wieder einiges Leben. Aber es kann nicht davon die Rede sein, daß nach dem Zivilisationsbruch und dem Postfaschismus der Reichtum der ersten Jahrzehnte der Psychoanalyse in neue Arbeitsverhältnisse integriert worden wäre. Um den anregenden früheren Leiter der Universitäts-Kinder- und Jugendpsychiatrie in Tübingen, Reinhart Lempp, hatte sich ein Kreis von jüngeren PsychoanalytikerInnen, SozialarbeiterInnen und KrankenpflegerInnen gebildet, die neues psychoanalytisches Denken zu leben versuchten. Ihre intensive Arbeit mit Kindern und Jugendlichen erforderte eine Erweiterung der behandlungstechnischen Konzepte, so »(ist) das psychoanalytische Dogma von der Passivität des Therapeuten bei der Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen nicht aufrechtzuerhalten,