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Auch klinisches Verstehen wird geleitet von paradigmatischen Hintergrundstheorien. Diese lassen sich danach unterscheiden, ob sie stärker auf »innere« oder auf »äußere« Faktoren bzw. auf Winnicotts Gegensatz von »geschaffen« und »gefunden« zentrieren. An wesentlich drei Bereichen - Trauma, Borderline, Neurose - und unter Rückgriff auf klinisches Material u. a. von Britton, Green, Faimberg, Abraham veranschaulicht der Autor die jeweiligen Besonderheiten der zwei Verständniszugänge und damit, welche Gegensatzspannung in der klinischen Praxis auszubalancieren ist. Der Artikel mündet in ein Plädoyer für ein Offenhalten gegenüber beiden Verstehensansätzen, für ein »multidimensionales, polyphones Sehen«.