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Als Erkundungen in einem psychoanalytisch noch kaum vermessenen Gelände: so sieht der Autor seine Überlegungen zu den Überzeugungen und Motiven der Täter des 11. September. Eine zentrale Rolle spielt dabei für ihn der ideologisch-religiöse Faktor: er scheint jene Verbindung von narzißtischem Idealzustand und terroristischer massenmörderischer Gewalt zu stiften. Nach allgemeineren Betrachtungen zum Zusammenhang von Religion, Reinheit und Gewalt - unter Rückgriff auf Reik und Grunberger - widmet sich der Autor eingehend der religiösen Weltanschauung und Mentalität des islamischen Fundamentalismus, wobei er verblüffende Ähnlichkeiten mit dem ethnozentrischen deutschen Nationalismus und dem radikalen Nationalismus in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg ausmacht. Ihnen unterliegen gleiche ubiquitäre unbewußte Phantasien, nämlich Versorgungsphantasien und Geschwisterrivalität, Reinheit und Vorstellung vom Anderen, Einheitsvorstellungen und Verschmelzungsphantasien. Der Artikel endet mit psychoanalytischen Überlegungen zu biographischem Material zweier Mitglieder aus dem Umkreis der Al Qaida-Terroristen.