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Margaret Mahlers Forschungen zur psychischen Entwicklung des Menschen wurden von Entwicklungstheoretikern und Säuglingsforschern einer scharfen empirischen, theoretischen und methodologischen Kritik unterzogen. Obgleich in der Regel gerechtfertigt, unterschlägt sie doch, so der Autor, fesselnde und kreative Einsichten Mahlers. Unter Rückgriffauf Begriffe und Befundeder neueren kognitiven Entwicklungstheorie formuliert er sie neu. So wird Mahlers »normale autistische Phase« im Licht der Theorie der Kontingenzentdeckung als ursprüngliche Phase primärer Beschäftigung mitselbsterzeugter perfekt reaktionskontingenter Stimulation begriffen. Den Begriff der »normalen Symbiose« faßt er neu mit Hilfe aktueller Vorstellungen zur homöostatischen Regulierung aus der Bindungstheorie und unter Heranziehung des sozialen Biofeedback-Modells mütterlicher Affektspiegelung. Mahlers Gedanken zur Entwicklung von Spaltung und libidinöser Objektkonstanz betrachtet er schließlich aus der Perspektive neuerer Theoriender frühen Entwicklung von Repräsentation und Mentalisierung.