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Ausgehend von einem Überblick über psychoanalytische Entwicklungstheorien zur frühen Kindheit wird ein empirischer Forschungsansatz dargestellt, in dem Familien mit ihrem erstgeborenen Kind ausgehend von der Schwangerschaft bis ins 5. Lebensjahr mit einem prospektiv- longitudinalen Forschungsdesign untersucht wurden. Dabei wurde der Frage nachgegangen, ob sich Zusammenhänge zeigen lassen zwischen den intrapsychischen und interpersonalen Beziehungswelten von Eltern, der beobachtbaren Eltern-Kind-Interaktion in den ersten Lebensjahren und relevanten Aspekten der individuellen Entwicklung des Kindes. Die frühe Entwicklung wird dabei als ein von Anbeginn an vorhandener Triadifizierungs- und Triangulierungsprozeß verstanden. Es fanden sich signifikante Zusammenhänge zwischen der elterlichen Kompetenz, triadische Beziehungen intrapsychisch und interpersonal zu gestalten, der Qualität der frühen Eltern-Kind-Interaktionen und wichtigen Parametern im Verhalten und in der Vorstellungswelt der Kinder im Vorschulalter. Als Konsequenz wird vorgeschlagen, in der psychoanalytischen Entwicklungstheorie den frühen präödipalen Drei- und Vielsamkeiten mehr Beachtung zu schenken und den Ödipus-Komplex als eine Kulminationsphase im Kontinuum innerer und äußerer triadischer Beziehungserfahrungen zu verstehen.