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Das Adult Attachment Interview kann durch seine komplexe, textnahe Auswertung den Blickwinkel des Analytikers erweitern: Das Wissen um die Verarbeitung bindungsrelevanter sowie traumatischer Erlebnisse erscheint im therapeutischen Prozeß als besonders hilfreich, um diese Erfahrungen angemessen zu registrieren. Der Beitrag beginnt mit der Gegenüberstellung von Bindungstheorie und Psychoanalyse und bindungstheoretischen Annahmen zur Entwicklung von Pathologie. Anschließend wird in der Methodik die allgemeine Vorgehensweise der Auswertung und Klassifikationsbildung des Adult Attachment Interviews erläutert. Anhand von zwei Kasuistiken werden die Konvergenzen und Divergenzen von psychoanalytisch-klinischer und bindungs-evaluativer Perspektive herausgearbeitet. Es zeigt sich, daß bei vielen konvergenten Befunden beider Sichtweisen die Erfassung der nichtbindungsrelevanten Konfliktthemen dem psychoanalytischen Verstehen vorbehalten bleibt.