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Die Autoren widmen sich in ihrem Buch der ebenso umstrittenen wie vernachlässigten Problematik der Persönlichkeitsstörungen bei Kindern und Jugendlichen. Die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung im Kindesalter wird in den Klassifikationssystemen (DSM-IV und ICD-10) per Definition größtenteils ausgeschlossen. Gleichwohl kennt jeder Kliniker nicht nur Jugendliche, sondern auch Kinder, bei denen er mit großer Sicherheit die charakteristischen Merkmale einer Persönlichkeitsstörung identifizieren kann. Zutreffend weisen die Autoren darauf hin, daß man jedoch unabhängig davon zögert, im Kindesalter eine derartige Festlegung mit negativen Auswirkungen auf das Selbstkonzept und die Fremdattributionen zu treffen, und statt dessen eher auf die Entwicklungsdynamik des Kindes hofft.
Die Autoren geben im 1. Kapitel zunächst einen Überblick über Persönlichkeitsstörungen bei Kindern und Jugendlichen und stellen Komponenten der Persönlichkeit dar, um sich dann im 2. Kapitel diagnostischen Aspekten zu widmen. Kapitel 3, 4 und 5 thematisieren die verschiedenen Niveaus der Persönlichkeitsorganisation. Das abschließende 6. Kapitel behandelt übergreifende Probleme.