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Ausgehend von der Bestimmung der Ethik als Lehre vom sozialen Miteinanderumgehen, unternimmt der Autor es, die aktuelle verkürzte Perspektive der bioethischen Diskussion zurückzubinden an eine übergreifende Perspektive der Conditio humana, die die Einbettung des biologischen Substrats der Menschen in soziale Verhältnisse reflektiert. Denkbilder und Erklärungsmuster der heutigen bioethischen Diskussion — Selbstüberhöhung des Menschen, Allmachtswahn, aber auch deren psychische und soziale Kosten: Regression in präödipale Verhältnisse, Vergessen der Generativität, Narzißmus — sieht Warsitz bereits in Mythen der griechischen Vorzeit vorgedacht. Im zentralen Teil geht der Autor der Frage nach der die Ethik selbst noch fundierenden Schicht der Triebschicksale und Objektbeziehungen nach. Als Leitgedanke dieser Untersuchungen gilt: daß der Mensch nur ist, was er ist, unter Berücksichtigung der Phantasien, die er sich von sich selbst und vom anderen macht.