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Auf dem Kongreß »25 Jahre Psychiatrie-Enquete« wurde auf einem Symposium der Frage nachgegangen, ob die Psychosomatik ein eigener Fachbereich sei oder ein integraler Bestandteil von Somatik und Psychiatrie. Für dieses Symposium habe ich ein Statement verfaßt, das im Tagungsband veröffentlicht wurde (Band 2, , S. 125-129). Dieses Statement, in dem ich das dreigliedrige System der psychosomatischen Versorgung in Deutschland dargestellt habe, wurde von Frau Landis als Beweis für den Omnipotenzanspruch des Facharztes für Psychotherapeutische Medizin zitiert, ohne daß ich diese Zuschreibung inhaltlich nachvollziehen kann. Ergebnis der dadurch veranlaßten kritischen Auseinandersetzung mit dem Text von Frau Landis ist der folgende Beitrag.
Frau Landis beschreibt die Implementierung des Facharztes für Psychotherapeutische Medizin in die Versorgungspraxis als »mühsam« und verweist auf Zweifel »somatischer wie psychotherapeutischer Kollegen an der inhaltlichen Ausgestaltung des Gebiets«. Zum Stichtag November 2000 waren laut Bundesarztregister 1865 Fachärztinnen und Fachärzte für Psychotherapeutische Medizin in der ambulanten Versorgung tätig. Heute sind es sicher noch mehr.
Unter Einbeziehung der ausschließlich psychotherapeutisch tätigen Ärzte hatten davon am 31. 12. 2001 30% eine Abrechnungsgenehmigung für tiefenpsychologisch fundierte und analytische Psychotherapie, 52% eine Bewilligung für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und 16% für Verhaltenstherapie, »reine« Analytiker waren lediglich 2%.
Leider werden weder der »mühsame Integrationsprozeß« noch die Zweifel von Kollegen belegt, so daß ich davon ausgehe, daß hier lediglich Vermutungen geäußert werden. Auch wenn dies als gewagte Hypothese erscheint, möchte ich noch weiter gehen und annehmen, daß diese Vermutungen im Zusammenhang mit den Bemühungen um ein seit spätestens 1995 zugesagtes Facharztkapitel im EBM begründet sind. Dieses eigenständige Kapite