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Anläßlich der Jubiläumstagung zum 50jährigen Bestehen der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung und zu einhundert Jahren Psychoanalyse, die im Herbst 2000 in Frankfurt stattfand, wurden neben den Psychoanalytikern auch ein Philosoph, zwei Historiker, zwei Psychologen, ein Statistiker und ein Sozialwissenschaftler eingeladen, um, wie es im Vorwort der beiden Herausgeber lautet, »den Standort und die Gegenwärtigkeit der Psychoanalyse in einer rapide sich verändernden
Welt erneut zu bestimmen« (S. 11). Die 44 Beiträge des Buches gruppieren sich um die folgenden Themen: Teil I Psychoanalyse im Überblick; Teil II Trauma, Trauer und Geschichte; Teil III Zwischen Konflikt und Anerkennung: Zum Wechsel der Paradigmen in Psychoanalyse und Sozialwissenschaften; Teil IV Psychoanalyse als Methode und ihre therapeutischen Anwendungen; Teil V Psychoanalyse im Gesundheitswesen. Dieser Sammelband präsentiert sich als ein Lesebuch sowohl für gebildete und an der Psychoanalyse interessierte Laien als auch für die psychoanalytischen Fachkollegen.
Der Leser kann somit an jeder beliebigen Stelle dieses umfangreichen Werkes einsteigen, kann also beispielsweise bei der Evaluationsforschung im Teil V beginnen und sich darüber freuen, daß Gerd Rudolf mit seinem Forschungsteam ein neues Instrument, die Heidelberger Umstrukturierungsskala (HUSS), entwickelt hat, mit dem strukturelle Veränderungen auf sinnvolle Weise unter Zugrundelegung einzelner Foki, die mit Hilfe der OPD gewonnen werden, gemessen werden können. Damit läßt sich die intuitive Erfahrung, daß psychoanalytische Therapien nicht nur zum Verständnis und zur Beseitigung von Symptomen führen, sondern darüber hinaus vor allem Veränderungen von Gefühlsgewohnheiten und den Aufbau von strukturellen Ichkompetenzen bewirken, endlich objektivieren. Auf die Ergebnisse der von der DGPT größtenteils finanzierten Praxisstudie Psychoanalytische Langzeittherapie darf man sehr gespannt sein. Bedenklich bleibt die Erwähnung Rudolfs, daß sich l