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In einem umfassenden Überblick legt der Autor die unterschiedlichen Konzepte des Unbewußten in der Psychoanalyse und in den Neurowissenschaften dar. Er unterscheidet drei Arten des Unbewußten: das Unbewußte bei Freud, bei M. Klein und bei Bion. Beim dynamischen Unbewußten Freuds, das bei der Neurosenbildung wirksam ist, überwiegt die Verdrängung, aber auch andere Abwehrstrategien wie Verleugung oder Verneinung spielen eine Rolle; dieses Unbewußte erfordert die genetische Rekonstruktion. Das von M. Klein konzipierte Unbewußte setzt sich aus unbewußten Phantasien und der Spaltung der inneren Objekte, der Projektion und der Introjektion zusammen; der Analytiker wird zum Empfänger der projizierten und abgespaltenen Anteile, so daß in der Behandlung dem Hier und Jetzt mehr Bedeutung zukommt. Die dritte Form des Unbewußten, das emotionale Unbewußte, das bei Psychosen und psychischen Störungen traumatischen Ursprungs relevant ist, wird von Bion und von den Neurowissenschaften beschrieben. Es handelt sich hierbei um eine seelische Funktion, die bei der Verarbeitung von Gedanken und Träumen bedeutsam ist, deren das Subjekt jedoch nicht gewahr wird; es erkennt lediglich deren Resultat. Der Analytiker fungiert als Container, der die nicht-verbale und nicht wahrgenommene Kommunikation des Patienten aufnimmt und einer Transformation unterzieht. Anhand zweier Falldarstellungen erläutert der Autor den Umgang mit dem emotionalen Unbewußten.