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Die Auseinandersetzung mit der psychoanalytischen Psychosenpsychotherapie findet an den wenigsten psychoanalytischen Ausbildungsinstituten statt. Versuche der curriculären Integration der psychoanalytischen Psychosentherapie können auch heute noch im Kreis psychoanalytischer Kolleginnen und Kollegen ein gewisses Befremden auslösen. Bräutigams Kritik, daß die psychoanalytische Ausbildung an den tatsächlich gegebenen Versorgungsaufgaben vorbeigehe, behält - zumindest im Bereich der schizophrenen und affektiven Psychosen - weiterhin ihre Gültigkeit (Bräutigam 1986). Auf der anderen Seite wird von Vertretern sowohl der biologischen Psychiatrie wie auch der Sozialpsychiatrie die psychoanalytische Psychotherapie bei psychotischen Störungen - trotz des vielfach proklamierten bio-psycho-sozialen Krankheitsmodells - kaum zur Kenntnis genommen. So unterschiedlich der Hintergrund dieser Skepsis bezüglich des Stellenwerts psychoanalytischer Psychotherapie im Rahmen der Behandlung schizophrener Patienten und in der Behandlung von Patienten mit schweren, psychotischen Depressionen auch sein mag (Psychotherapie-Weiterbildung in Instituten, deren Curricula schwerpunktmäßig am klassischen Neurosenmodell orientiert sind, nicht überwundene Dichotomie zwischen somatogenetischen und psychogenetischen Modellen der Psychiatrie), so konvergieren diese Haltungen dennoch zumeist in der Annahme eines Defekts bzw. eines basalen Strukturmangels, einer Ich-Schwäche und - somatogen oder psychosozial definierten - Vulnerabilität. Die intrapsychischen und interpersonellen Konflikte psychotischer Patienten werden dabei eher im Sinne eines unspezifischen Stressors hinsichtlich der Auslösung einer Psychose bzw. einer schweren Depression (Aldenhoff 1997) eingeschätzt. Ein Teil der skeptischen Haltung bezüglich psychoanalytischer Psychosentherapie gründet auch darin, daß das klassische psychoanalytische Setting in früheren Jahren in einer unaufgelösten Idealisierung der Methode auch auf psychotische Pat