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Zuerst einmal läßt der Titel aufmerken: Das Glück des verlorenen Kindes - ist es nicht eher ein Unglück, verloren zu sein, kann ein verlorenes Kind überhaupt glücklich sein? Oder geht es nicht vielmehr um das verlorene Glück des Kindes? Dieser mehrdeutige, paradoxe und auch provokante Titel macht neugierig, er stellt eine Herausforderung dar, sich auf die Paradoxie einzulassen.
Das vorliegende Buch ist gegliedert in fünf Teile, wobei die beiden ersten, eingeleitet durch Textstellen aus Eichendorffs Taugenichts und dem Märchen von der Unke, hinführen zum eigentlichen Thema: Der primären Lebensorganisation und Selbstkonstituierung. Der Aufbau des psychischen Apparates wird neu gezeichnet und es wird darauf hingewiesen, daß es in den verschiedensten Disziplinen (Literatur und Kunst, Mythologie, Ethnologie, Psychoanalyse, Biographie und Philosophie) inzwischen Hinweise dafür gibt, daß wir die eigentliche Grundstruktur des seelischen Lebens neu überdenken und unsere Vorstellungen über das Ich überprüfen sollten.
Der Beschäftigung mit Literatur und Kunst wird ein besonderes Gewicht eingeräumt, unter anderem deshalb, weil sie einen besonderen Zugang zur frühen Erinnerung und zur Welt der primären Lebensorganisation ermöglichen. Bildhafte und damit die Sensorik anregende Zugänge schaffen andere, bisweilen überraschende Möglichkeiten als der Zugang über das logische Denken.
Dieses Buch enthält Vorschläge und Bruchstücke, die in noch provisorischer Art und Weise zusammengesetzt werden. Der Autor wünscht sich dabei, daß der Leser und die Leserin das von ihm skizzierte Modell des psychischen Apparates überprüfen, möglicherweise korrigieren und erweitern, er geht davon aus, daß die Theoriebildung sich in einer unaufhörlichen Veränderung und einem ständigen Fluß befinden muß. Damit lädt er zu eigener Arbeit und zum Weiterdenken, zur Erweiterung ein.
Dabei beschäftigt sich das Buch in erster Linie mit der Bedeutung der primären Lebensorganisation. Der Autor zeigt auf, daß der Mensch n