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Lange ist mir kein Buch mehr über Märchen in die Hände gefallen. Vor 30 Jahren habe ich mich an Iring Fetschers Märchen-Verwirrbuch, an den Interpretationen des Grimmschen Unbewußten ergötzt (Wer hat Dornröschen wachgeküßt?), später habe ich bei Bruno Bettelheim (Kinder brauchen Märchen) gelernt, daß auch die Grausamkeiten in Märchen sinnvoll und wichtig sein können für die kindliche Entwicklung. Auch an Nossrat Peseschkians Idee der psychotherapeutischen Intervention durch die Konfrontation mit persischen Märchen (Der Kaufmann und der Papagei) sei erinnert.
Nun legt eine Gruppe um die Züricher Psychoanalytikerin Brigitte Boothe ein Buch vor, das »aus der gemeinsamen Begeisterung für die Ausdrucksformen des Märchens entstanden« ist. Es handelt sich um eine textanalytische Arbeit, die sich zunächst den Märchen