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Die gegenwärtigen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der psychoanalytischen Arbeit und Reflexion sind charakterisiert durch wachsende Komplexität, Deregulierung und Entgrenzung, Machbarkeits- und Effizienzforderungen unter dem Diktat knapper werdender ökonomischer Ressourcen; innerpsychoanalytisch haben wir es mit einer zunehmenden theoretischen wie behandlungstechnischen Pluralisierung zu tun. Dem entsprechen psychisch einerseits Verunsicherung und Desorientierung, andererseits ein Zugewinn an Offenheit und möglichen Entwicklungsräumen. Es stellt sich die Frage, wie unter diesen Bedingungen eine verallgemeinerbare Zukunftsorientierung der Psychoanalyse gedacht werden kann. Der Autor argumentiert, daß dies aufgrund der Partikularität jedweder konkreten inhaltlichen Bestimmtheit nur in der Weise sinnvoll und möglich ist, daß die Psychoanalyse sich auf ihre nomadische Ortlosigkeit, ihre Atopie, besinnt, die eine Konsequenz ihrer exzentrischen Konstitution als Wissenschaft ist. Innerpsychoanalytische Referenzpositionen dafür werden aufgezeigt, wobei zusätzlich Souffleure von außerhalb das Ohr schärfen helfen können, Melvilles Bartleby etwa …