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Wir dokumentieren im folgenden einige der Stellungnahmen, die im Anschluß an die Veröffentlichung der Texte von Joel Whitebook, »Wechselseitige Anerkennung und die Arbeit des Negativen«, und Axel Honneth, »Facetten des vorsozialen Selbst. Eine Erwiderung auf Joel Whitebook«,* auf der Internetseite der psyche erfolgten.
Wir halten die von Joel Whitebook und Axel Honneth in Gang gesetzte Debatte um den Intersubjektivismus in der Psychoanalyse, um vorsoziale und vorreflexive Momente im Selbst und um die Bedeutung der Säuglingsforschung im Umkreis dieser Fragen für zentral im Hinblick auf eine zeitgenössische Standortbestimmung der Psychoanalyse und hoffen daher auf eine Fortsetzung der Diskussion.
Den Beginn machen Joel Whitebook und Hans-Joachim Busch. In einem der nächsten Hefte kommt Rolf-Peter Warsitz zu Wort.
Die Redaktionskonferenz
JOEL WHITEBOOK, NEW YORK
Axel Honneth bietet so viele Argumente gegen meine in dem Artikel »Wechselseitige Anerkennung und die Arbeit des Negativen« vertretene Position auf, daß sich ein klarer Streitpunkt zwischen uns nicht mehr ausmachen läßt. War es das Ziel der früheren Generation psychoanalytisch gebildeter Anhänger der Kritischen Theorie wie Adorno und Marcuse, den Kerngehalt der Freudschen Perspektive gegenüber den »Neo-Freudianischen Revisionisten« zu bewahren (Marcuse 1955, S. 234-267; siehe auch Adorno 1955), so meines, diesen Kerngehalt gegenüber der neuen Allianz der intersubjektivistischen Sozialtheoretiker und den Kleinkindforschern zu verteidigen - oder, wenn man will, gegen die unglaublich anmutende Hochzeit von Hegel mit Daniel Stern. Der zentrale Punkt meiner Darlegungen lautete: Will man Freuds Intervention in die Geschichte des abendländischen Denkens ernst nehmen, erfordert dies eine radikale Revision der traditionellen philosophischen Auffassung vom Menschen als grundsätzlich rationalem - und von daher sozialem - Wesen.
An unterschiedlichen Zeitpunkten seiner Karriere versuchte Freud das Phänomen des Negativen mit den V