You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Die Autoren verfolgen die Frage nach dem Zusammenhang zwischen dem Therapieprozeß und dem Prozeß des Umsetzens der Therapieerfahrung im Alltag. 15 Patienten wurden bei Abschluß ihrer stationären Psychotherapie und fünf Jahre später befragt. Die Interviews wurden von einer Forschungsgruppe systematisch im Sinne der verstehenden Typenbildung ausgewertet. Dabei zeigten sich Parallelen zwischen dem therapeutischen und posttherapeutischen Prozeß der Konfliktverarbeitung. Sowohl während als auch nach der Therapie gelingt es Patienten bei progressiven Verläufen, sich innerhalb des therapeutischen Settings bzw. innerhalb eines haltgebenden Rahmens von peripheren Beziehungen dem zentralen Konflikt konstruktiv zu stellen. Posttherapeutisch wirken sich sowohl der Wiederholungszwang als auch die in der Therapie geleistete Konfliktbearbeitung im Sinne der Nachträglichkeit aus. Anhand von Kasuistiken werden die wesentlichen Unterschiede zwischen konstruktiven und destruktiven Formen der Nachträglichkeit dargestellt und diskutiert.