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Freuds Analyse der Teufelsneurose des Christoph Haizmann, eines Malers aus dem 17. Jahrhundert, ist an den Fall Schreber angelehnt. Bei beiden erkennt Freud eine homoerotische Einstellung, die der Symptomatik - bei Haizmann Teufelsvisionen - zugrunde liegt. Andere Autoren vermuten bei Haizmann eher eine prägenitale, narzißtische Problematik. Harnischfeger konzentriert sich dagegen in seiner Analyse auf das in Mittelalter und früher Neuzeit verbreitete religiöse Phänomen der Besessenheit. Als ein von dämonischen Kräften Besessener wird dem rebellischen, mittellosen Maler von niederem Stand durch Teufelsaustreibung die durch Gott sanktionierte ständische Ordnung aufgezwungen: Haizmann wird Ordensbruder in einem Laienorden.