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Im folgenden setzen wir die Diskussion fort, die sich im Anschluß an Joel Whitebooks Artikel »Wechselseitige Anerkennung und die Arbeit des Negativen« und Axel Honneth, »Facetten des vorsozialen Selbst. Eine Erwiderung auf Joel Whitebook«,* entwickelte und zunächst auf der Internetseite der psyche dokumentiert wurde.
Nach Beiträgen von Joel Whitebook und Hans-Joachim Busch im vorherigen Heft veröffentlichen wir nachstehend den Beitrag von Rolf-Peter Warsitz.
Die folgenden Überlegungen entstammen verschiedenen Kontexten der Auseinandersetzung mit Axel Honneths Theorie der Anerkennung (Honneth 1992, 1993; vgl. Warsitz 1999, 2000). Beide Texte sind vor der Veröffentlichung von Joel Whitebooks Überlegungen zum »vorsozialen Selbst« und zu Honneths intersubjektiver Subjektivitätstheorie, die sich um das Bedürfnis nach Anerkennung zentriert (in Honneth 2000, 2001a, b), entstanden. Um so erstaunlicher ist, daß sie in vielen mit Whitebooks kritischen Analysen über eine ichpsychologische und latent idealistische Verkürzung des Intersubjektivitätsdispositivs der neueren Kritischen Theorie bei Habermas und Honneth konvergieren. Dies betrifft insbesondere die Ausdünnung der psychoanalytischen Triebtheorie und die Vernachlässigung negativ-dialektischer Dispositive in der Theorie des Subjekts und in der Reflexion des psychoanalytischen Prozesses.
Daher mag es erlaubt sein, hier einige gekürzte Passagen dieser Auseinandersetzung noch einmal zu präsentieren. Zur Erläuterung der Argumentationsbezüge zu Hegels Phänomenologie des Geistes und Lacans Hegelrezeption sei auf die Originalarbeiten (Warsitz 1999 und 2000) verwiesen.
Mein Anliegen ist es, angesichts von Honneths Versuch einer philosophischtheoretischen Apologie des Dispositivs des Subjekts in der Moderne als Teleologie eines reziproken Anerkanntseins die psychoanalytische Erfahrung skeptisch in Erwägung zu ziehen, die Freud dazu führte, stets und dezidiert von Psycho-Analyse, nie aber von Psycho-