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Der folgende Bericht setzt unsere beiden früheren Übersichten (Psyche - Z Psychoanal 54, S. 669-688; 56, S. 572-591) fort, wobei von nun an jeweils das Material eines glatten Jahres erfaßt wird. Unsere Auswahlprinzipien sowie Anlage und Zweck der Referate sind gleich geblieben. Verstärkt bemühen wir uns um Kürze. Wir haben diesmal 61 Titel ermittelt. 41 Zeitschriften (plus etliche Internet-Verzeichnisse) wurden ausgewertet; von ihnen lieferten 19 mindestens einen Beitrag. Am ergiebigsten waren: Psychoanalysis and History (10), Psychoanalytic Review (8), Journal of Analytical Psychology (7), International Journal of Psychoanalysis und Annual of Psychoanalysis (je 6).* Ein erheblicher Teil des Materials (25 Titel) stammt wieder aus Themenheften: über die Traumdeutung, hrsg. von L. Marcus und E. Timms (Psychoanalysis and History), über Sabina Spielrein, hrsg. von C. Covington (Journal of Analytical Psychology), über die Geschichte der Psychiatrie, Psychotherapie und Psychoanalyse im Dritten Reich, hrsg. von Z. Lothane (Psychoanalytic Review), sowie aus einem Millennium-Band des Annual of Psychoanalysis »Sigmund Freud und sein Einfluß auf die moderne Welt«, hrsg. von J. A. Winer und J. W. Anderson. Den letzteren Band möchten wir als das herausragende einzelne Ereignis in unserem Berichtsjahr hervorheben.
Zu Beginn des erwähnten Millennium-Bandes bringt James William Anderson eine einnehmende Skizze von Freuds Leben und Werk, organisiert um Objekte aus der großen Freud-Ausstellung der Library of Congress . - David Lotto akzentuiert ein Muster bei Freud - zwei Männer verbünden sich gegen eine Frau, die sie grausam behandeln -, das in seiner Kindheit begründet sei, das die Eckstein- und die Spielrein-Episode bestimmt habe und auch im Irma-Traum hervortrete. Die zugehörigen Schuldgefühle seien dafür verantwortlich, daß Freud bis zum Ende seines Lebens gegen eine passiv-homosexuelle Seite in sich