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Die Autorin geht der Frage nach, warum die weibliche Brust, »eine der wichtigsten erogenen Zonen der Frau«, nicht als sexuelles Organ gesehen und entsprechend benannt wird - obwohl die Erregung der Brust zweifellos zum weiblichen Orgasmus einen wesentlichen Beitrag leistet. Sie vermutet, daß die »Dreifaltigkeit« der körperlichen Lustquellen der Frau - die Vagina, die Klitoris, die Brust - nicht anerkannt werden darf, weil damit der Brust die Bedeutung eines sexuellen Organs zugestanden würde, die der Brust als einem Ort, der dem Überleben und der Ernährung des Babys dient, niemals zugestanden werden darf. Fallvignetten exemplifizieren die mit der doppelten Bedeutung der Brust - Welt der Mutterliebe und Welt der sexuellen Lust - für beide Geschlechter einhergehenden innerpsychischen Konflikte, Phantasien und fundamentalen Irritationen.
»[…] mit dem Brustton der Überzeugung teilte sie der Busenfreundin mit, daß das Saugen des Babys an ihrer Brust keinerlei erotische Gefühle in ihr wecke […]«.
»Ferner, wenn der Ort ebenfalls einer der seienden Dinge ist, wo wird er selbst sein?«