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Die regressive Wiederbelebung der Gleichheit der Sensibilität und körperlichen Ausstattung als Bestandteil der frühen Mutter-Tochter-Beziehung in der psychoanalytischen Behandlung bildet die Basis und den Ausgangspunkt für die Rekonstruktion des frühen Traumas, das die hier vorgestellte Patientin als Dreijährige erlitt, als sie nach einem schweren Unfall einige Wochen im Koma lag. Anhand ihrer konkordanten und komplementären Gegenübertragungsreaktionen zeigt Mechthild Zeul den Prozeß des Verstehens auf: Es wird deutlich, daß für die Aufklärung der traumatisch verursachten Erkrankung das affektive Mitspielen immens wichtig war - auch wenn die Analytikerin nicht immer sofort wußte, welche Rolle ihr in der gemeinsamen unbewußten Inszenierung zugewiesen worden war bzw. welche Rolle sie sich selbst ausgesucht hatte. Erst die nachträgliche Reflexion eröffnete der Analytikerin den Zugang zu ihren Gefühlen, was wiederum den Weg zum unbewußten Erleben der Patientin zeigte.