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In einer dichten Beschreibung (Clifford Geertz) der Krankengeschichte des Kleinen Hans erörtert der Autor die These, daß die Pferdephobie nicht, wie bei Freud, auf den Erwerb des Kastrationskomplexes verweist, sondern Symptom einer traumatischen Verarbeitung der Beschneidung ist. Zur Begründung seiner These verweist Maciejewski auf den Zusammenhang der Beschneidung und einer Tonsillektomie des Kleinen Hans, die das Beschneidungstrauma reaktivierte und zum Ausbruch der Phobie führte. Einer weiteren These des Autors zufolge ist die abgeschnittene Vorhaut als Symbol der verlorenen eigenen Weiblichkeit des beschnittenen Knaben zu sehen, die in der Vulva wiedererkannt wird. Für die zukünftige Forschung, so der Autor, ergibt sich aus dieser neuen Sichtweise die Aufgabe einer Neubewertung des Verhältnisses von Trieb- und Traumatheorie, bei der auch der Mutterkomplex an Bedeutung gewinnen wird.