You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Der Autor widmet sich der Psychoanalyse des Alters und formuliert zwei Thesen. Erstens: Es gibt keine chronologische Altersgrenze für Psychoanalysen; was zählt, ist das psychische Alter, die aufgrund der erlebten Biographie gewordene Persönlichkeit mit ihren Fixierungen und Traumatisierungen. Zweitens: Psychische Entwicklung geschieht nicht nur in der Kindheit und Adoleszenz, sondern das ganze Leben hindurch; die Vorteile des Alters, eine natürliche Neigung zur Reflexion und zum Lebensrückblick, disponieren zur Psychoanalyse. Der Autor erörtert die in Psychoanalysen Älterer auftauchenden altersspezifischen Themen (körperlicher und psychischer Abbau, soziale Verluste, Identifikationen, Schuldfragen, Traumareaktivierung etc.) und demonstriert anhand eingestreuter Fallvignetten, daß ein erfolgreicher psychoanalytischen Prozeß selbst im hohen Alter möglich ist.