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Die Frage, was mentale Phänomene wie Empfindungen, Gefühle, Gedanken, Wünsche, Absichten oder Wahrnehmungserlebnisse eigentlich sind, ist verwirrend; kann man diese Frage denn überhaupt sinnvoll stellen? Eine besondere Eigenschaft mentaler Zustände läßt sich, wie ich zeigen möchte, dem Umstand entnehmen, daß es aus wissenschaftsmethodologischen Gründen nicht möglich ist, mentale Zustände durch Hirnvorgänge oder -prozesse zu beschreiben, zu erklären oder als Hirnprozesse zu verstehen. Ausgehend von einer naturalistischen Theorie des Geistes kann nach Bieri das »Leib-Seele-Problem« zwar nicht gelöst, aber aufgelöst werden, wenn es gelingt, »mentale Phänomene als eine bestimmte Art von physischen Phänomenen zu verstehen« (Bieri 1981a, S. 31). In dieser Hinsicht greift Tetens die kognitionswissenschaftliche Zielsetzung auf, wenn er zuversichtlich berichtet:
»Gegenwärtig sind wir Zeugen, wie sich verschiedene Einzelwissenschaften immer entschiedener und vorbehaltloser zu einem großen und langfristig angelegten Forschungsprogramm zusammenschließen. Diese verschiedenen Einzelwissenschaften wollen interdisziplinär endlich einen großen Schritt nach vorne machen bei der Aufgabe, mentale Zustände und Prozesse naturwissenschaftlich zu beschreiben und zu erklären« (Tetens 1992, S. 113).
Der »harte Kern« dieses Programms besteht in der These:
»Kommen in einer wissenschaftlichen Erklärung E Aussagen des Typs »Person P befindet sich im mentalen Zustand a« vor, so ist es im Prinzip stets möglich, die Erklärung E durch eine Erklärung E' zu ersetzen, in der alle psychologischen Termini eliminiert sind und statt dessen nur noch auf physikalisch beschriebene Zustände des Organismus von P und deren kausale Wechselwirkungen mit der ebenfalls rein physikalisch beschriebenen Umgebung Bezug genommen wird« (S. 114).
Durch die Elimination psychologischer Termini und deren Ersetzungen durch Beschreibungen beobachtbarer Ereignisse scheint es möglich zu sein, ein wissenschaftsmethodologisches Verfahr