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Allgemein wird davon ausgegangen, daß Melanie Klein in ihren Arbeiten die äußere Realität mehr oder weniger unberücksichtigt läßt. Anhand unveröffentlichter Dokumente aus den 30er und 40er Jahren des Melanie Klein Trusts kann Claudia Frank diese Einschätzung als Vorurteil entlarven: Klein betrachtet in diesen Jahren des Zweiten Weltkriegs nicht nur die innere Welt, sondern fokussiert auf das Wechselspiel von Innen und Außen. Wie selbstverständlich berücksichtigt sie in ihren Behandlungen, in der Übertragung und Gegenübertragung, die politische Situation, den »Hitler in uns«, und zeigt, wie sich in politischen Krisen- und Extremsituationen innere Ängste und destruktive Identifizierungen mit dem äußeren Geschehen verbinden. Mit ausführlichen Zitaten aus dem unveröffentlichten Nachlaß zu den Themen »Anschluß Österreichs«, »Münchner Krise« und »Dokumente von 1940« läßt Frank die Texte weitgehend für sich selbst sprechen.