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Wie immer wir das Verhältnis von Wissen und Autorität in der psychoanalytischen Beziehung analysieren mögen, und wie immer modern oder postmodern wir die jeweiligen Interpretationsversuche der psychoanalytischen Erfahrung zu fassen versuchen, wir kommen nicht umhin einzugestehen, daß sich mittlerweile der Bezugsrahmen für solche klinisch-praktischen wie epistemologischen Fragen in einer babylonischen Sprachenverwirrung verschiedener analytischer Dialekte verunklart hat. Und: Wo liegt das Babylon unserer psychoanalytischen Selbstverständigungsdiskurse? In London, in New York oder in San Franzisco? (Und von Paris mag nach wie vor niemand reden)?
»Autorität«—das Wissen der Väter (patrum auctoritas), auf das sich jeder neue, innovative Diskurs zu beziehen hat — oder auch das »Mehr an Wissen« (auctoritas), das über das persönlich Erfahrbare hinausgehende Wissen, ist schon diesseits des psychoanalytischen Diskurses längst zum Problem geworden und in immer neuen Aufklärungsund Kritikwellen sowie in Paradigmenwechseln der wissenschaftlichen Begründungsformen aufgerieben, ja atomisiert worden. Wie erst in der Psychoanalyse als Wissenschaft, die sich mit ihrem ödipalen Bezugsrahmen eine systematische, strukturelle Infragestellung der väterlichen Autorität als Bedingung der Entwicklung von Subjektivität und der Weiterentwicklung der Conditio humana zur Aufgabe gemacht hat!?
In diesem Kontext müßte man die Beiträge der hier thematisierten Aufsatzsammlung (die ein Themenheft von The Psychoanalytic Quarterly LXV, 1996, H. 1, in deutscher Übersetzung wiedergeben) als Versuch einer Ödipalisierung des psychoanalytischen Wissens unter Infragestellung der auctoritas patrum und als Kritischwerden des psychoanalytischen Diskurses lesen und verstehen — diesseits des selbstgesetzten Anspruchs der Autoren, einen Beitrag zur »postmodernen Wende« der Psychoanalyse in kritischer oder metakritischer Hinsicht zu leisten.
Jene Ödipalisierung des psychoanalytischen Diskurses würde nun aber ganz offe