You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Zu den Traditionsbeständen der psychoanalytischen Behandlung gehört die große Bedeutung, die dem Erinnern im therapeutischen Prozeß zugeschrieben wird. Wie aber läßt sich dieses Selbstverständnis vor dem Hintergrund neuropsychologischer Forschung rechtfertigen, die das Gedächtnis als eine Reihe unterschiedlicher Systeme begreift und zwischen Inhalten und Modi des Sich-Erinnerns unterscheidet? Eigentlich nicht, meinen die Autoren und plädieren für eine Revision unserer Modelle der therapeutischen Wirkung: psychische Veränderung resultiert nicht aus der Aufhebung der Verdrängung, sondern aus intensiver Arbeit in der Übertragung und der aktiven Konstruktion einer neuen Art und Weise, das Selbst-mit-dem-Anderen zu erleben.