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Der Autor beklagt die »Mode«, in der Analytiker-Patient-Beziehung die Arbeit im Hier und Jetzt herauszustellen und auf Kosten des historischen Verständnisses und der historischen Rekonstruktion auf die Gegenwart zu fokussieren. Mit diesem Vorgehen werde die Bedeutung des Gedächtnisses, der Fallgeschichte, der Autobiographie und der Rolle des Analytikers als Zeuge vergangener Traumen bagatellisiert bzw. geleugnet. Kennedy erörtert zunächst, wie Freud der Frage der Geschichte begegnet, und umreißt anschließend fünf Betrachtungsweisen der Vergangenheit aus klinischer Perspektive: Festhalten an der Vergangenheit; Wiederholung als Form der Erinnerung traumatischer Vergangenheit; Verdrängung und Verleugnung von Vergangenheit; Konfrontation mit der Vergangenheit, die ein Durcharbeiten ermöglicht; und angstfreies »Wiederaufsuchen« von Vergangenheit als einem angenehmen Ort.