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Der Autor betrachtet die Krise der traditionellen Historiographie in bezug auf kollektive Traumata unter drei Aspekten: der Außerkraftsetzung von Erinnerung angesichts traumatischer Erschütterungen; der Zerschlagung der narrativen Struktur und Kohärenz sowie der Unzulänglichkeit »rationaler« Erklärungen menschlicher Motivation und historischer Kausalität. Da die Psychoanalyse auf das Unausgesprochene und schwer Formulierbare fokussiert, erweist sie sich als besonders geeignet, zur Erweiterung des historischen Verständnisses von Völkermord und traumatischen Phänomenen beizutragen. Laub plädiert für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Psychoanalytikern und Historikern und schildert deren gegenseitige Aufgaben und Ergänzungen.