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Niemand spricht heute mehr vom »Rätsel Ricœur«1, das in den späten 80er Jahren darin bestand, dem phänomenologisch – hermeneutischen Philosophen jede Aktualität und Akzeptanz in Frankreich abzusprechen, während er andernorts – vorwiegend in Deutschland und den angelsächsischen Ländern – seit den frühen 60er Jahren (seit seinem ersten großen Opus, der zweibändigen Phänomenologie der Schuld von 1960, dt. 1971) wissenschaftliche Reputation genoß und die philosophische Diskussion über Zeit, Geschichte, Sprache, Gedächtnis und Erinnerung sowie Narrativität bereichert hat. Nach den heute schon klassischen Texten zur Psychoanalyse Freuds (Die Interpretation, 1965, dt.