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Der Autor geht dem komplexen Verhältnis von gesundem und pathologischem Narzißmus nach. Letzteren interpretiert er als Folge einer Traumatisierung in der präobjektalen Ichentwicklung, die mit einer primitiven Abwehrorganisation einhergeht (projektive Identifizierung, Spaltung, manische Verleugnung, Omnipotenz, Idealisierung und Entwertung). Daraus folgt eine Verschmelzungssehnsucht mit einem idealisierten primären Objekt, die mit der Angst vor Selbstverlust und der Abwehr dieser Angst einhergeht. Die Eigendynamik dieser pathologischen Abwehrorganisation bringt es mit sich, daß der Versuch der Rettung des Selbst zur Schwächung und letztlich Zerstörung des Selbst führt, deshalb spricht der Autor vom »Verrat am Selbst«. Zahlreiche eingestreute Fallvignetten exemplifizieren diese Form narzißtischer Organisation.