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Erkenntnis (das Verstehen von Welt) findet in einem fortlaufend dialektischen Prozeß der Paarung zwischen Innen und Außen, Mythos und Logos, Erfahrung und Wissen statt. Kreativität bringt in einem schöpferischen Akt ein Neues, Drittes hervor, wenn zwei Verschiedene (Geschlechter, Gedanken, Dinge und Worte etc.) sich zusammentun und sich bereichernd ergänzen. Die Konzeption eines Kindes führt zu seiner Einnistung im mütterlichen Körper, in dem das Baby heranwächst, bis die Ent-Bindung die Trennung der körperlichen Systeme mit sich bringt. Die Hauptthese der Autorin lautet, daß die psychische Trennung vom Körper der Mutter (Ödipuskomplex und Anerkennung des väterlichen Rivalen) eine lebenslange Aufgabe in der psychischen Entwicklung eines jeden Menschen darstellt. Der Verzicht auf konkrete Befriedigung setzt Symbolisierungsprozesse in Gang, die zu »Vergeistigung« oder »Mentalisierung« führen. Erfahrungen werden mit symbolischer Bedeutung ausgestattet und so geistig/psychisch repräsentierbar gemacht. Welche Rolle die Sprache, das Haupt-Symbolsystem unserer Kommunikation, dabei spielt, will diese Arbeit aufzeigen.