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Der als Frage formulierte Titel enthält verschiedene Aussagen. In der Form wirkt er wie ein Manifest mit umfassendem Anspruch. Inhaltlich enthält er eine Aussage über die Verfassung, in der sich die Therapeuten befinden. Festgestellt wird ein Zustand, der der Behandlung bedarf, und gefragt wird nach einer Instanz, die dazu fähig ist - eine wohl eher rhetorisch gemeinte Frage.
Die Autorin betont, daß ihrer Darstellung einerseits ihre persönlichen Erfahrungen im Rahmen ihres eigenen Berufswegs sowie die Auseinandersetzung mit Lebensläufen von Therapeuten, die ihr vorgelegen haben, zugrunde liegen. Ferner beruft sie sich auf wissenschaftliche Arbeiten ihrer Studenten, die sich unter ihrer Anleitung mit den verschiedenen Fragen im Hinblick auf die Persönlichkeiten befaßten, die einen psychotherapeutischen Beruf gewählt haben und ausüben.
Mit Therapeuten sind offensichtlich mehr oder weniger alle Personen und deren Situation gemeint, die irgend eine Art von Psychotherapie betreiben. Es werden Aussagen gemacht über die Verhaltenstherapeuten, die Psychoanalytiker, die Gestalttherapeuten bis hin zu den sog. New Age-Therapeuten, die aus spirituellen Vorstellungen heraus auftreten. In 14 Kapiteln werden die thematischen Schwerpunkte in vielen Facetten angegangen: Psychotherapeuten als die Nachfolger von Heilern, Lehrern, Priestern. Grundsätzliche Fragen werden aufgeworfen und immer wieder eingebettet in die Darstellung eigener Impressionen aus der Begegnung mit KollegInnen verschiedener Couleur. Gefragt wird nach der persönlichen Motivation für die Berufswahl zum Psychotherapeuten, »Beruf oder Berufung?«. Es werden die Persönlichkeiten betrachtet, die sich für diesen Weg entscheiden, deren Selbstbild und ihr Bild in der Öffentlichkeit und die damit verbundenen Erwartungen. Weiter geht es um Idealisierungen und Selbstidealisierungen, Enttäuschungen, die Schwierigkeiten und Krisen, die während der Berufswege entstehen können bis hin zum sog. Burnout-Syndrom bei Therapeuten. Betra