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Ausgehend von den Thesen Freuds über Religion, beschäftigt sich diese Arbeit mit der Dynamik der islamischen Religionsentwicklung. In einem religionsgeschichtlichen Rahmen wirft sie im ersten Teil einen Blick in die Entwicklung des Islams auf der Grundlage einer unreifen altarabischen monotheistischen Vorstellung einerseits und einer auf der arabischen Halbinsel bereits etablierten jüdischen Religion andererseits; anhand zweier Beispiele wird auf die Ambivalenz dieser religionsgeschichtlichen Ebene hingewiesen. Der zweite Teil beschäftigt sich mit den Reaktionen und Phantasien, die mit dem Tod des Religionsstifters Mohammed verbunden sind. Im dritten Teil werden anhand von zwei biblisch-koranischen Geschichten, Abraham und Hiob, die Unterschiede in der unbewußten Rezeption der Vater-Sohn-Beziehung untersucht: In der koranischen Version wird eine islamische Lösung des Ambivalenzkonflikts zwischen Vater und Sohn in Form einer entschiedeneren Machtposition des Vaters bzw. eines strengeren Monotheismus festgestellt.