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Obwohl die Transplantationsmedizin zunehmend an Bedeutung gewinnt, findet dieses Thema innerhalb der Psychoanalyse kaum Interesse. Dysfunktionale Bewältigungsprozesse und selbstschädigendes Verhalten Betroffener weisen jedoch immer wieder darauf hin, daß intrapsychische Abwehrprozesse und internalisierte Beziehungserfahrungen offenbar eine nicht unbedeutende Rolle für die Verarbeitung einer Transplantationserfahrung und die Integration des fremden Organs spielen. Mit Hilfe einer Kasuistik möchten die Autoren vor objektbeziehungstheoretischem Hintergrund die Bedeutung der persönlichen Objektbeziehungsgeschichte und inneren Konfliktsituation für die im Rahmen einer Transplantation ablaufenden Bewältigungs- und Integrationsprozesse herausstellen. Gelungene Separations- und Loslösungsprozesse resp. eine geglückte Autonomieentwicklung spielen offenbar eine hervorragende Rolle für die erfolgreiche psychische Integration eines fremden Organs.