You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
In der Psychoanalyse wird der Adoleszente häufig eher als Produkt denn als Produzent von Entwicklung gesehen. Adoleszentes Erleben und Handeln ist von Selbst- und Objektrepräsentanzen beeinflußt, aber wie der Adoleszente zu Repräsentanzen kommt und wie sie sich verändern, wird selten thematisiert. Helbing-Tietze vertritt eine Auffassung des Selbst, die sowohl die Selbstrepräsentanzen als auch das erlebende und handelnde Subjekt umfaßt. Sie stellt zunächst neuere akademisch psychologische Ansätze zur Erklärung der Selbstveränderungen in der Adoleszenz dar und geht anschließend der Frage nach, ob sich das Selbst in der Spätadoleszenz auf eine Kohärenz hinbewegt und worin diese möglicherweise bestehen könnte. Außerdem zeigt die Autorin, daß Veränderungen des Selbst in der Adoleszenz differenziert faßbar sind, wenn sie aus den Veränderungen der kognitiven Fähigkeiten, z. B. der zunehmenden Intentionalität und Selbstreflexion, erklärt werden.