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Es gibt so viele Veröffentlichungen zur Frage, welche Theorien und Philosophien Freud beeinflußt haben. Von der Hypnose war dabei selten die Rede. Das ist erstaunlich, weil der Hypnotismus die Psychoanalyse gezeugt und wie nichts anderes geprägt hat, bis heute prägt, und zwar in dreifacher Weise: theoretisch, praktisch und als Bewegung.»In theoretischer wie therapeutischer Hinsicht verwaltet die Psychoanalyse ein Erbe, das sie vom Hypnotismus übernommen hat«, schrieb Freud später. Nach der Lektüre von Mayers Darstellungen klingt das wie eine Untertreibung; der ganzen vorwissenschaftlichen Abgründigkeit dieses Phänomens wird es auch kaum gerecht.
Mayers Buch beginnt mit der Darstellung jener französischen Labor-Projekte, die die Hypnose von dem Ruch der Scharlatanerie befreien und wissenschaftlich und therapeutisch zähmen wollten, um sie als gereinigtes Mikroskop für ein Projekt der »Experimentalisierung des Unbewußten« nutzen zu können. Diese Purifikation des Hypnotismus ist jedoch schon am Anfang dieses Unternehmens nicht gelungen, man möchte sagen: Gott sei Dank. Charcot in der Salpětrière in Paris, als Pionier dieses Unternehmens, hatte mit Bernheim in Nancy einen Antipoden gefunden, der für die Zukunft Elemente des Hypnotismus sichtbar bewahrte, die man in der Salpětrière beseitigen wollte. Für Charcot und seine Schüler war dieses Projekt eine Angelegenheit der wissenschaftlichen Medizin. Es sollte Daten verschaffen, die es ermöglichen, pathologische Veränderungen des Nervensystems, zu denen