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Als Reaktion auf die radikale Kürzung der Landeszuschüsse für die im Bereich der psychosozialen Grundversorgung tätigen Einrichtungen hat sich in der kritischen Öffentlichkeit und bei den betroffenen Fachleuten und ihrer Klientel eine Argumentation eingebürgert, die zwingend scheint und auf den ersten Blick nur den Zyniker zum Widerspruch reizt. Angeprangert wird die von der hessischen Landesregierung unter Roland Koch mit ihrer Entscheidung unter Beweis gestellte emotionale Kälte, die vor allem die bedürftigsten und ärmsten Bevölkerungsgruppen trifft. Da die Gefahr besteht, daß dieser Appell an die Mitleidsfähigkeit und das Einfühlungsvermögen der Entscheidungsträger in der Masse der Proteste untergeht, zudem die Erregungsbereitschaft der von Brennpunkt zu Brennpunkt ziehenden Medienkarawane erfahrungsgemäß von kurzer Dauer ist und den von sozialer Ausgrenzung bedrohten Randgruppenangehörigen und ihren Fürsprechern im Gegensatz zu Bauern, Beamten, Ärzten und Apothekern keine schlagkräftige Lobby zur Verfügung steht, die die Politik das Fürchten lehren könnte, ist es unter diesen Umständen womöglich sinnvoll, den zerpflügten Acker der moralischen Empörung zu verlassen und sich auf das Gelände zu beschränken, das die Haushaltssanierer als ihre Heimat betrachten und auf dem sie sich deshalb für unschlagbar halten: die Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen. Garniert von der Pathosformel »der Entschuldung künftiger Generationen«, rangiert im Vokabular des neoliberalen Neusprech eine Frage ganz oben: Rechnet sich das? Und wenn es sich rechnet, für wen?
Um diese Frage zu beantworten, ist es unvermeidlich, ins Detail zu gehen, ein Vorhaben, das dem mit der herkulischen Mission der Ausmistung der sozialen Sicherungssysteme betrauten Politiker ebenso lästig wie kleinkariert erscheinen muß.
Meine Kollegen und ich sind Mitarbeiter der Psychologischen Beratungsstelle in Hanau, einer strukturschwachen, am nordöstlichen Rand des Rhein-Main-Gebietes liegenden Kommune, die sich wie ihre g