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Der Titel dieses Werkes, auf das ich eher zufällig auf einer öffentlichen Diskussion der American Psychoanalytic Association im Frühjar 2002 aufmerksam wurde, stammt aus Shakespeares Tempest und spricht von dem Aufsteigen des Morgens. Während des Lesens schlug es mich derart in Bann, daß ich zunehmend überzeugt wurde, es verdiene es, auch dem deutschen analytischen Publik um vorgestellt zu werden. Es nun aber zusammenzufassen, fällt mir nicht leicht: Zwar ist es reich an direkten therapeutisch anwendbaren Folgerungen, seine Stärke liegt jedoch in einer fast unzitierbaren Weisheit, in einem Hintergrundwissen, das schwer zusammenzufassen ist. Am stärksten hat mich vielleicht der Geist der Dialektik darin bewegt: wie fast jede Aussage relativiert und in ihren Zusammenhang gesetzt wird, und wie sich dann in der Bewegung oft auch der Gegensatz als hilfreich erweist.
Wie gewöhnlich glaube ich, daß ich sowohl dem Werk wie dem Leser am meisten Gerechtigkeit widerfahren lassen kann, wenn ich Ausschnitte, die mir besonders repräsentativ und zugleich hilfreich erscheinen, in der direkten Aussage des Autors wiedergebe.
Nun aber in medias res: Das Studium der Dyade geht von der Voraussetzung aus, daß die analytische Situation durch Patient und Analytiker gemeinsam geschaffen wird: »[…] nur im geteilten Engagement kann eine klinische Analyse lebendig werden.« Dies ist mehr als Gegenübertragung: »Der Analytiker ist in einer angemessen disziplinierten und zielgehemmten Weise offen für ein emotionelles Engagiertsein mit dem Patienten.« Wie in jeder Beziehung