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Der Vater und die Sprache haben gemeinsam, daß beide etwas Drittes sind, das die Mutter-Kind-Dyade zu einer Triade erweitert. Mit Hilfe des Vaters und der Sprache kann die Gebundenheit an die Mutter gelockert und die Beziehung zu ihr reguliert werden. Winnicott beschrieb, wie sich das Kind mit der Erschaffung erster Symbolisierungen von der Anwesenheit der Mutter unabhängig macht; darin sah er den Ursprung der Kreativität. Am Beispiel von Sigmund Freud, Franz Kafka und Jean-Paul Sartre wird aufgezeigt, welch zentrale Bedeutung die Vaterphantasien dieser drei mit der Sprache arbeitenden Männer für den kreativen Prozeß hatten, in dem ihr Werk entstand. In unterschiedlichem Maß gelang es ihnen, mit der Konstruktion und Bearbeitung ihrer Vaterimagines Nähe und Distanz zur Mutterimago zu regulieren und sich in der Außenwelt zu positionieren. Das Werk des kreativen Menschen entsteht im Spannungsfeld zwischen Phantasie und äußerer Realität, aus der Zerstörung des begrenzenden Alten und der Erschaffung von Neuem, und wird zuletzt selbst zu etwas objekthaftem Dritten, einem selbst erschaffenen Phallus, der vor der Gefahr der Auflösung schützt und hilft, in der Welt zu bestehen.