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Wir gewinnen einen neuen Blick auf Freuds Warum Krieg?, wenn wir den Text mit dem ebenfalls 1932 erschienenen Essay von Carl Schmitt, Der Begriff des Politischen, sowie mit Jacques Derridas Studien Gesetzeskraft und Politik der Freundschaft vergleichen. Schmitts These von der zwingenden Freund-Feindkonstellation als Grundlage von Politik macht Krieg nahezu unabwendbar. Diese These steht in schroffem Gegensatz zu Freuds Versuch der Sublimierung von Aggression und Derridas Reformulierung einer künftigen Demokratie. Die Trennung von Freund und Feind, die psychoanalytisch als Spaltung zu verstehen ist, gilt es zu überwinden.