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Im März 2001 veranstaltete die Tijdschrift voor Psychoanalyse ein Symposium mit dem Titel »Was will die Psychoanalyse nicht wissen?« Sie hatte dazu vier (männliche) Referenten eingeladen, zwei aus Belgien und zwei aus den Niederlanden. Das verdient erwähnt zu werden, weil in den beiden Ländern unterschiedliche theoretische Standpunkte vertreten werden, denn »die Flamen gehen vom lacanschen Credo aus: »L'analyse ne s'autorise que de lui-měme« und warten auf die Ankunft eines analytischen Erlösers, der augenscheinlich diese Rolle erfüllen muß. Die niederländischen Referenten machen ihren Glauben mehr ander Präzision der Wissenschaft und den Details des therapeutischen Handwerks fest«.1 Gegen die Benachteiligung der Frauen protestierte die Psychoanalytikerin Eugenie Oosterhuis. Die Redaktion gab ihr deshalb die Gelegenheit, ihren feministischen Standpunkt gemeinsam mit den Referaten des Symposiums zu publizieren.
2: Wat willen psychonalytici niet weten? ( Was wollen Psychoanalytiker nicht wissen?), 138-142
Was Analytiker nicht sehen, wird ihnen von ihren Patienten, Schülern, den schreibenden Kollegen, den Supervisoren und in den Intervisionen gezeigt, sagt Hans Rijzer in der Einleitung des Sonderhefts. Wie konnte es dazu kommen, daß die Frauen bei diesem Symposium übersehen wurden? Eugenie Oosterhuis steuert schnurstracks das Problem an: Frauen sind die besseren Therapeut Innen. Sie verfügen von Natur aus, genetisch bedingt, über Voraussetzungen, die die Männer erst erwerben müssen. Ob sie je so gut werden wie die Frauen, ist zweifelhaft, selbst wenn sie in ihrem angeborenen Konkurrenzstreben die besseren Mütter sein wollen. So sagt wenigstens Kohut. Daß die Frauen in der Psychoanalyse den Männern voraus sind, belegt eine schwedische Studie: Sei es Psychoanalyse oder Psychotherapie, die Behandlungsergebnisse der Frauen sind besser. Woher mag das kommen? Die analytische Situation ist eine Zweipersonenbeziehung, wie die zwischen Mutter und Kind. In der Bez