You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Zahlreiche Publikationen spiegeln das wachsende Interesse der Psychoanalyse am Traum wider. Angesiedelt an einer Schnittstelle zwischen psychologischer und biologischer Traumforschung, findet ein spezielles Traumphänomen, der bildlose oder leere Traum, in diesen neueren Publikationen häufig Erwähnung, nicht zuletzt, weil diesem gerade das Charakteristikum des Traums: die bildhafte Darstellung, fehlt. Der bildlose Traum in seiner klinischen Bedeutung, sowohl in seinem diagnostischen Aussagewert als auch in seiner Übertragungsbedeutung im therapeutischen Prozeß, wird dabei jedoch wenig berücksichtigt. Das Interesse der Autorin an diesem Phänomen wurde durch die Analyse eines an einer affektiven Psychose erkrankten jungen Mannes geweckt. Die Autorin versucht, verschiedene Erklärungsmodelle für den bildlosen Traum — S. Freuds Theorie der traumatischen Neurose, R. Fliess' Modell der doppelten Begrenzung des Traums, B. Lewins Konzept der Traumleinwand und W.R. Bions Annahme eines »undreamable object« — gegenüberzustellen und im klinischen Kontext einer analytischen Behandlung zu verstehen.